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eGK Basis Rollout:

Die erste Stufe zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte

Gem. § 291 a SGB V des zum 1.1.2004 in Kraft getretenen Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) sollte die Krankenversichertenkarte (KVK) bis spätestens zum 01.01.2006 zu einer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) erweitert und zum Einsatz gebracht werden.

Damit verbunden sollen auch neue Anwendungen mit der eGK geschaffen werden. Als erste neue Anwendungen sind der online durchzuführende Versicherten-Stammdaten-Abgleich (Pflichtanwendung), die Speicherung der Notfalldaten des Versicherten –seine Einwilligung vorausgesetzt- auf seiner eGK sowie der eArztbrief – die elektronische Kommunikation der Leistungserbringer untereinander, vorgesehen. Das eRezept, eine weitere vom Gesetzgeber vorgeschriebene Pflichtanwendung, wurde bis auf weiteres zurückgestellt. Der gesamte Workflow zum eRezept soll überarbeitet werden. Eine elektronische Patientenakte ist erst in einer späteren Ausbaustufe vorgesehen.

Die mit der Einführung dieser neuen Anwendungen in der Arztpraxis zusammenhängenden gravierenden technischen und organisatorischen Änderungen erforderten und erfordern weiterhin umfangreiche Tests, die sich als weitaus schwieriger und langwieriger herausgestellt haben, als ursprünglich geplant. Der oben genannte gesetzliche Einführungstermin musste deshalb zum einen immer wieder verschoben werden; außerdem hatte das Bundesministerium für Gesundheit die eGK mit einem Moratorium belegt. Das BMG hat das von ihr verhängte Moratorium nach Überarbeitung der eGK-Konzeption durch die Gesellschafter der Gematik aufgehoben.

Im GKV-Finanzierungsgesetz – GKV-FinG vom 12.11.2010 hat der Gesetzgeber den Krankenkassen nunmehr vorgeschrieben, dass sie bis zum 31.12.2011 an mindestens 10 Prozent ihrer Mitglieder die neue eGK auszugeben haben, andernfalls drohen ihnen Sanktionen.

Bevor die Krankenkassen die neue eGK an ihre Mitglieder herausgeben, müssen bei den Leistungserbringern zuvor neue Lesegeräte installiert werden.

EGK-Basis-Rollout jetzt nur noch in zwei Stufen

Der so genannte eGK-Basisrollout wird nicht mehr, wie ursprünglich geplant in vier Stufen, sondern nur noch in zwei Stufen stattfinden. Nachdem die Leistungserbringer der Stufe 1 in der Region Nordrhein in 2009 bereits mit den neuen Kartenlesegeräten ausgestattet worden sind, werden ab dem 01.04.2011 bis 30.09.2011 –Stufe 2- alle Arzt-/Psychotherapiepraxen sowie Ermächtigten Ärzte und Institute im gesamten Bundesgebiet mit den neuen Kartenlesegeräten ausgestattet.

Anschließend ab 01.10.2011 statten die Krankenkassen ihre Versicherten mit den neuen eGK´s aus. Bis zum 31.12.2011 müssen die Krankenkassen, wie bereits oben erwähnt, an mindestens 10 Prozent ihrer Mitglieder die neue eGK ausgeliefert haben. Andernfalls werden ihnen die Verwaltungskosten gekürzt.

Die eGK wird in einem ersten Schritt, dem so genannten eGK-Basisrollout lediglich die heutige KVK ersetzen. Der Arbeitsablauf in der Arztpraxis beim Einlesen der neuen eGK wird der gleiche bleiben, wie beim Einlesen der heutigen KVK. Die ersten drei neuen online Anwendungen (Online-Versicherten-Stammdaten-Abgleich, Notfalldaten und eArztbrief) werden erst zu einem späteren Zeitpunkt nach erfolgreich durchgeführten Test`s und Freigabe folgen.