Kartenlesegeräte

Lesegeräte für die neue Telematikinfrastruktur

Mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sind spezielle Lesegeräte erforderlich. Die eGK enthält – im Gegensatz zur bisher verwendeten KVK, auf der sich ein sog. Speicherchip befindet – einen sog. Prozessorchip für die Patientendaten.

Der Prozessorchip ist erst mit den sog. Multifunktionalen Kartenterminals (MKT) lesbar, die zum Teil schon seit einigen Jahren erhältlich sind, jedoch heute schätzungsweise höchstens in 20 % aller Praxen vorhanden sind. MKT-Geräte können zwar für die eGK benutzt werden, allerdings gibt es für MKT-Lesegräte keinen finanziellen Zuschuss.

Bezuschussung der neuen BCS-Terminals

eHealth-Terminals (basierend auf dem SICCT- Secure Interoperable Chip Card Terminal Standard) und eHealth-BCS-Terminals können KVK und eGK verarbeiten. Der Unterschied zu den MKT besteht darin, dass eHealth-BCS-Terminals grundsätzlich aufwärtskompatibel für die nach dem eGK-Basisrollout in einer späteren Ausbaustufe geplanten Online-Anwendungen (z.B. eRezept und Notfalldatensatz) sind.

eHealth und eHealth-BCS-Terminals unterscheiden sich nur durch die im Terminal integrierte Software, die sog. Firmware. Durch ein entsprechendes Firmware-Update wird ein eHealth-BCS-Terminal zu einem eHealth-Terminal aktualisiert. Im eGK-Basisrollout kommen eHealth-BCS-Terminals zum Einsatz. Sobald die fortgeschrittenen Anwendungen greifen, muss das e-Health-BCS-Terminal mit dem Firmware-Update zu einem eHealth-Terminal aktualisiert werden und an einen Konnektor angeschlossen werden (also nicht mehr unmittelbar an den Praxiscomputer).

Die eHealth-Terminals besitzen einen erweiterten Befehlsumfang. Damit können die ebenfalls in späteren Ausbaustufen benötigten Heilberufeausweise (HBA) sowie SMC-Institutionskarten verwendet werden. eHealth-Geräte werden über eine sog. LAN-Schnittstelle an den Konnektor angeschlossen. Zur Zeit gibt es nur eHealth-Geräte mit einer vorläufigen Zertifizierung für die sieben Testegionen der eGK.

E-Health BCS-Geräte werden im eGK-Basisrollout übergangsweise entweder über die serielle, USB- oder LAN-Schnittstelle (herstellerabhängig) angeschlossen. Alle eHealth-BCS-Geräte besitzen bereits einen LAN-Anschluss und können alleine mit einem Firmware-Update zu einem eHealth-Terminal aktualisiert werden. Damit ist die Zukunftsfähigkeit der Geräte gegeben.

Für den Fall, dass Ihr stationäres Lesegerät defekt ist und eine Ersatzbeschaffung unumgänglich wird, empfehlen wir, nur zugelassene eHealth-BCS-Geräte zu kaufen, weil nur diese mit der o.g. Pauschale finanziell gefördert werden.