Pressemitteilung vom 27.3.2017

KV-Connect ist der Interoperabilitätsstandard, dem die Softwareindustrie und die Ärzteschaft vertrauen – 3. KVTG-Partnermeeting

Berlin, 27. März 2017 – Im letzten Jahr hat eHealth dank des Kommunikationsdienstes KV-Connect und der Verbreitung des eArztbriefes große Schritte gemacht. Das laufende Jahr bringt weitere Meilensteine: KV-Connect wird noch in diesem Jahr für den Einsatz über die Telematikinfrastruktur (TI) zertifiziert. Mit dieser Zertifizierung ist dauerhaft die Abrechnung des eArztbriefs via KV-Connect auch in der TI möglich, so der geladene Referent des Bundesgesundheitsministeriums, Norbert Paland. Zudem werden die Änderungen in der Labordatenkommunikation via KV-Connect den Ärzten und Laboren viel Zeit und Geld sparen.

Knapp 200 Teilnehmern aus den Bereichen Praxisverwaltungssoftware (PVS), Labor und Laborsoftware sowie Kassenärztliche Vereinigungen (KV) wurde vorgestellt, was bereits über KV-Connect möglich ist. Ein Lob und eine Zusage kamen auch von der Politik: Norbert Paland, im Bundesgesundheitsministerium (BMG) zuständig für Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematikanwendungen, dankte den Softwareherstellern, der KVTG und dem KV-System für die technische Ausarbeitung und Umsetzung des eArztbriefstandards via KV-Connect. Darüber hinaus sagte er zu, dass der eArztbrief über KV-Connect nach der TI-Zertifizierung von KV-Connect auch in der TI abrechenbar bleiben wird.

Dr. Erich Gehlen, Vorstandsvorsitzender des PVS-Herstellers DURIA eG hierzu: „Es freut mich, dass die jahrelange Arbeit am eArztbrief via KV-Connect und seinen Vorläufern durch diese Zusage des BMG gewürdigt wird.“ Armin Flender, DGN-Geschäftsführer, ergänzt: „Der Verbreitung der TI wird es helfen, dass nun mit KV-Connect ein bereits funktionierender und bundesweit etablierter Kommunikationsdienst mit einer Vielzahl erprobter Anwendungen von Anfang an mit dabei ist.“

Die Auswertung des eArztbrief-Feldtests zeigte, dass innerhalb von anderthalb Jahren über 115.000 eArztbriefe versendet wurden. Davon profitierten mehrere Tausend Ärzte. Die Evaluation machte deutlich, dass die Ärzte die verbesserte Kommunikation mit ihren Kollegen und dadurch eine verbesserte Zusammenarbeit schätzen, vor allem die Interoperabilität des eArztbriefes und damit den nahtlosen Austausch unabhängig vom eingesetzten PVS. „KV-System und Softwareindustrie haben mit dem eArztbrief per KV-Connect Interoperabilität gemeinsam auf eine neue Stufe gehoben. Ich danke den Softwarehäusern ausdrücklich für diese beachtliche Leistung“, betont Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der auf dem Partnermeeting begrüßende Worte sprach.

Ein weiterer Part der Veranstaltung widmete sich dem Blick in die nahe Zukunft der elektronischen Labordatenkommunikation: hier stehen für die medizinischen Labore und auch für die Niedergelassenen im laufenden Jahr positive Veränderungen an. Zunächst präsentierte Imeke Holthusen von der KBV die Digitalen Muster, die ab dem 1. Juli 2017 alternativ zu den herkömmlichen analogen Laboranforderungen an die Labore versendet werden können.

Danach wurden in einem moderierten Gespräch die Anforderungen von Ärzten auf der einen Seite und Laborärzten auf der anderen Seite sowie die technischen Begebenheiten und Möglichkeiten beleuchtet. Dr. Claus-Michael Richter, Internist in Berlin, wünscht, „dass ich Patienten die Befunde grafisch besser präsentieren und mit den assoziierten Daten zeigen kann“. Sein Kollege Dr. Michael Müller, Geschäftsführer vom MVZ Labor 28 GmbH und Vorstandsvorsitzender des Vereins Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM e.V.) ergänzte, „es sei an der Zeit, die vorhandenen Technologien endlich für die Patienten nutzbar zu machen.“ Laboraufträge und Laborbefunde können in der Zukunft ohne Medienbrüche elektronisch mittels KV-Connect zwischen Ärzten und Laboren übertragen werden.

Präsentationen des 3. KVTG-Partnermeetings